Bergdorf Pyrgos

Ort Thira

Ort Oja

Kap Akrotir

 

 

 

 

 

 

Orte und Sehenswertes

auf Santorini

 

 

 

 

Seebeben am 09. Juli 1956

 

 

Dem Seebeben bei Amorgos am 9. Juli 1956 um 05.30 Uhr der Stärke 7,4 dauerte nicht einmal ein Minute. Es folgten 18 weitere Nachbeben mit einer Stärke über 4,1. Das stärkste Nachbeben erreichte Stärke 7,2 das Epizentrum lag unmittelbar vor der Nordostküste von Santorini.  

Die Orte Fira und Oja wurden fast völlig zerstört. Auf der gesamten Insel vernichtete das Beben fast 40 % aller Gebäude vollständig, , d. h. fast 3 500 Häuser. Das Beben verursachte eine etwa 4 m hohe Flutwelle.

 

 

 

 

Pyrgos (Turm oder Burg) ist Teil der Gemeinde Thira und liegt ca. 7 km von der Inselhauptstadt Fira entfernt. Pyrgos Kallistis oder einfach Pyrgos  liegt auf einem ca. 350 m hohen, kegelförmigen Ausläufer des Profitis Ilias und ist damit der höchst gelegene Ort Santorins. Früher bekannt als Kainourgiopyrgo (Kenurgiopyrgo, "Neuburg").

 

 

 

Man sieht den Ort von fast allen Punkten der Insel aus, so dass er sehr gut als Wegweiser und Orientierungshilfe dienen kann. Pyrgos ist ein ruhiger Ort. Neben der Bushaltestelle gibt es 2 Minnimärkte und ein Kiosk, wo sie auch alle Informationen erhalten. In der näheren Umgebung gibt es einige Cafes und Restaurants. Da im Ort nur wenig Arbeit gibt, sind viele Bewohner in den Sommermonaten nicht im Ort, sondern arbeiten in Fira oder auf dem Festland.

 

 

 

Die verwinkelten und steilen Gassen führen alle zum Dorfkern, „Kastell“ genannt, an dessen Gipfelpunkt die mittelalterliche Befestigungsmauer und des Kastells zu besichtigen sind.

 

 

Durch die engen Gassen hat Pyrgos sich noch ein sehr mittelalterliches Flair bewahrt. In Pyrgos können sie einen ruhigen und rilexten Urlaub machen, fern vom Trubel des Strandes.

 

 

 

Damit sie in den verwinkelten Gassen das Gepäck nicht zu ihrer Unterkunft tragen müssen, werden die Koffer mit dem Esel hingebracht.

 

 

 Die Burganlage

 

 

Diese Burganlage war einst Sitz der Familie des Venezianers Aquita. Früher gab es noch „Ringe“ aneinander gebauter Häuser, die mit ihren starken Außenmauern jeden Angriff von Feinden abwehrten.

 

 

Es gab einen Eingang zur der Burg (Kastelli) von Pyrgos, die Porta (griechisch Tür), oberhalb des Eingangs war ein Raum aus dem man, falls nötig, heißes Öl auf die vor dem Eingang stehenden Personen gießen konnte. Dieser Raum bekannt als Polemistra (Kriegerin) oder Fonissa (Mörderin) existiert heute nicht. Die Gebäude um die Festung bilden den neueren Teil des Dorfes den man Xeporto nannte.

 

 

Drang doch einmal ein Feind in den Mauergürtel ein, verirrte er sich hoffnungslos in den in den kleinen Verbindungsgassen, von denen die Schmalsten nur um 70 cm breit sind.

 

 

Pyrgos ist eins der fünf Dörfer von Santorini mit einer Festung (Kastelli). Nach der Zerstörung der Burg Skaros in Imerovigli wurde Pyrgos Hauptstadt von Santorini, danach wurde Fira Hauptstadt der Insel.

Diese in jeder Hinsicht hervorragende Lage veranlasste die Türken, Pyrgos während ihrer Herrschaft (1537-1821) als Sitz des türkischen Kadi (Richter) wählte.

 

 

Pyrgos Kirche

 

 

Kirche Theotokaki ist die älteste Kirche der Insel. Sie wurde im 10. Jahrhundert erbaut und innen könnte man, wenn die Kirche auf wäre, eine holzgeschnitzte Ikonenwand bewundern.

 

 

Der Blick von oben ist einmalig! Man sieht die gesamte Insel unter sich, und bei gutem Wetter hinüber auf die Nachbarinseln. Sicherlich auch einmal bei Sonnenuntergang eine schöne Alternative zu Thira oder Oja.

 

 

 

 

 

Es ist eine traditionelle Siedlung. "Fira", eigentlich eine andere Aussprache von "Thira", der alte Name der Insel selbst

 

 

Der zentrale Platz von Fira genannt wird Plataia Theotokopoulou, mit einem Bus und Taxi-Station, Banken und Apotheken. Thira’s einmalige Lage, verbunden mit dem atemberaubenden Blick, das ist das eigentliche Highlight

 

 

Wie ein Adlerhorst thront Thira auf dem Kraterrand. Wer zum ersten Mal vom etwa 300 Meter hohen Kraterrand Santorinis in die tiefblaue Caldera, also den Kraterkessel blickt, mit den winzig erscheinenden Kreuzfahrtschiffen  und dem Rauschen der Tiefe, merkt sofort, dass sich diese Insel völlig von den anderen in der Umgebung abhebt .

 

 

Von weitem aus betrachtet sieht Fira aus wie eine auf dem Kraterrand ruhende dicke weiße Schneedecke. Kommt man näher, kann man erkennen, dass es sich um ein 2,5 km langes Häusermeer handelt, das sich am Kraterrand entlang zieht. Fira ist der Hauptort der Insel und in größerem Umfang erst Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden. Das große Erdbeben von 1956 hat hier zwar auch viele Häuser zerstört; Schäden sind aber heute so gut wie keine mehr zu sehen.

Mehr als ein Viertel der Bevölkerung Santorinis lebt in Thira. Es gibt eine Menge Kirchen und Kapellen mit den typischen blauen Kuppeln und viele wunderschöne Häuser mit verzierten Toren und Türen. Das Geschäftszentrum ist ein Gewirr aus den typischen sehr engen Gassen.

 

 

 

Viele Touristen, vor allem die Kreuzfahrer, deren Zeit auf Santorini meist auf ca. zwei Stunden begrenzt ist, strömen, oben angelangt, gleich zum 'Shopping' in die Hauptstraße. Es ist heiß, laut und vor allem in der Hauptsaison fast unerträglich voll.

 

 

Runter zum Alten Hafen

 


Von oben hat man einen sehr schönen Caldera-Blick. Es gibt 3 Möglichkeiten nach unten zum Hafen "Skala" zu gelangen. Entweder zu Fuß über die Treppe, mit 588 Stufen. Dieselbe Strecke mit dem Esel, oder mit der Seilbahn.

 

 

Hafen unterhalb von Thira

 

Wer Zeit und Muße hat, setzt sich unten am Hafen in eines der zahlreichen Cafes, um dem bunten Treiben zuzusehen.

 

 

Zu Fuß

 

Die Treppe (Skala) zum Hafen Jalos trägt heute den Namen Spyridon Marinatos zu Ehren des Archäologen, der Akrotiri ausgegraben hat. Gebaut wurde die beeindruckende Treppe im Jahre 1840 von dem Pionierhauptmann von Weiler, der während der Regierungszeit Ottos I. von Wittelsbach seinen Dienst tat.
Man kann den Weg gehen, muss man aber nicht unbedingt. Wenn man die Skala hinunter geht, sollte man sehr aufpassen.

 

 

Gut zu Fuß muss der sein, der den Serpentinen-Treppe (Skala), von der Inselhauptstadt Fira, mit etwa 2 km Länge und 600 Stufen, zum alten Hafen Jalos bezwingen will.

 

 

Mit dem Esel

 

Die Mulis und Esel, die ab Ende Mai eingesetzt werden, um die angekommenen Kreuzfahrtschiff Passagiere zu transportieren, kommen ständig entgegen, oder überholen sie auf dem Weg über die sehr ungleichmäßigen Stufen und hinterlassen natürlich Unrat.

 

 

Der "Eselspfad" liegt windgeschützt, dass die Sonne …….

Wobei wir ja schon bei der zweiten Möglichkeit sind, auf dem Rücken der Esel kann man sich, für gar nicht mal so wenig Geld auch hoch und runter transportieren lassen.

 

 

 

Mit der Seilbahn

 

 

Wer keine Lust auf diese Sache hat, kann die Seilbahn benutzen: Bei dieser ist das Zugseil gleich Halteseil.

 

 

Aber was soll das schon heißen. Immerhin handelt es sich bei dieser Seilbahn um das alpenerprobte Fabrikat der Firma Doppelmayr aus Vorarlberg.

 

 

Die Seilbahn wurde Anfang der Achtziger von zwei Reedern gestiftet.

Eine sehr gute Idee, denn so viele Esel hätte man sicher nicht die vielen Stufen rauf und runter jagen können, um all die Kreuzfahrer in die Stadt zu befördern.

 

 

Die Gewinne der Seilbahn gehen übrigens an karikative Einrichtungen in Griechenland und an die Maultiertreiber, damit sie nicht noch mehr Tier „quälen“ müssen. In Thira ist sowohl der Weg zur Seilbahn, als auch der Weg über die Stufen gut ausgeschildert. 


 

Der Ort
 

 

Bei bis zu 6 Schiffen mit jeweils mehr als 1000 Touristen platzt Thira aus allen Nähten. Viele Kreuzfahrer gehen, endlich oben angelangt, gleich zum Shopping und schieben sich durch die Gassen. Dann sollte man weit weg sein.

 

 

 

Das gesamte Zentrum ist ein Gewirr aus Gassen, die so gebaut worden sind, dass ein voll bepackter Esel hindurch kommt. Der Esel war, und ist teilweise heute noch, dass Haupttransportmittel für Güter  aller Art in den engen Gassen von Thira.

 

 

Im Zentrum gibt es Unmengen von Juwelierläden, Restaurants, Cafés, Snackbars, Souvenirläden. Es gibt traditionelle Handwebereien, handgearbeitete Lederwaren und Keramik, aber natürlich auch Kitsch in allen Variationen

 

 

In diversen Reisebüros kann man Touren durch die Caldera buchen, Inseltouren aller Art, sowie Fähren und Flüge zu benachbarten Inseln werden angeboten.

Interessant zu beobachten ist der Wechsel zwischen verschlafener Zeitlosigkeit und quirliger Hektik, die immer dann einsetzt, wenn wieder ein Kreuzfahrt-Schiff angelegt hat.

 

 

Einfach nur genießen

 

 

Trotz dem der Tourismus hier wirklich nicht zu übersehen ist, vor allem wenn die Kreuzfahrtschiffe anlegen, hat Thira genug Plätze um die Idylle zu genießen.

 

 

Wer Thira genießen will kann das am besten früh morgens oder am späten Nachmittag. Zu diesen Zeiten befinden sich wenig Tagestouristen auf Thira..

 

 

Caldera-Touren werden auf Santorin an jeder Straßenecke angeboten. Die Touren variieren von kurzen zwei Stunden Trips bis hin zu Ganztagesausflügen

Es empfiehlt sich eine der zahlreichen angebotenen Bootsexkursionen mitzumachen. Sehr zu empfehlen sind Sonnenuntergangs Touren, die am Abend angeboten.

 

 

 

 

 

Auch Oja liegt wie Thira an den dunklen Klippen, die fast senkrecht zur Caldera hin abfallen. Im Gegensatz zu Thira ist von dem Rummel hier jedoch wenig zu spüren.

Der frühere Seefahrerort wurde an der äußersten Nordspitze auf den Kraterrand und tief den Hang hinunter gebaut.

Fira ist etwa 12 km von Oja entfernt.

 

 

 

Das ehemalige Apano Meria wurde in Oia umbenannt, in Anlehnung an den gleichnamigen Hafen Alt Thera bei Kamari. Vor dem furchtbaren Erdbeben im Jahr 1956 zählte der Ort mit mehreren Tausend Einwohnern und 78 Kirchen zu den größten Orten Santorins. 82% der Bewohner waren Seeleute. Unter ihnen berühmte griechische Seefahrer, die sich im Ortsteil der Kapitäne (Sideras) ansiedelten. Im Hafen lagen über 160 Segelboote (im 19.Jh. sogar über 260 Schiffe), und es gab sieben Bootswerften. Noch bis zum Zweiten Weltkrieg war Oia daher auch das Handelszentrum der Insel.

 

 

Das Erdbeben zerstörte den Ort jedoch so sehr, dass ihn die meisten Bewohner verließen. Erst Mitte der 1970er Jahre stieg die Zahl der Einwohner wieder auf etwa 500 an, von denen bis 1980 immer noch 75% Seeleute waren.

Einige neoklassizistische Ruinen, aber auch einige intakte alte Herrenhäuser dieses Baustils sind noch zu sehen. Heute können die Menschen allerdings im Ort selbst mehr Geld verdienen: Die Urlauber haben entdeckt, dass Oia ein romantischer und relativ ruhiger Flecken ist, der trotzdem Städtisches bietet.

 

 

Die vorherrschenden Farben sind weiß, hellblau und dunkelgelb. Die Wände sind mit kleinen Steinen verziert, die Straßen mit Marmorplatten belegt und mit Blumen geschmückt. Der Hauptplatz von Oja ist eine Art riesiger Aussichtsbalkon auf Caldera, Vulkan und Meer.

 

 

Viele kleine Geschäfte mit Textilien, Modeschmuck, Antiquitäten, Lederwaren etc. laden ein zum stöbern und bummeln.

Panorama-Fans schlendern über autofreie Gassen und Treppen direkt am Kraterrand entlang, vorbei an Aussichtslokalen, vor denen man gern mal stehen bleibt, auch wenn man nicht besonders hungrig ist. Billig ist es ja nicht gerade.

 

 

Außerdem haben sich natürlich auch die Touritrödelhändler ausgebreitet. Selbstredend bietet Oia jede Menge Restaurants, Tavernen und Cafes. 

Oja ist wunderbar am Morgen. Aber ab Mittag lässt die Wirkung langsam nach, wenn sich zu viele Touristen drängeln und die Sonne brennt...

Ein "MUSS" für jeden Besucher: der Sonnenuntergang.

 

 

 

Jeden Abend versammelt sich eine andächtige Touristengemeinde am Rande des ehemaligen Fischerdorfes Oja, um den (angeblich) schönsten Sonnenuntergang Griechenlands zu genießen.

 

 

Übrigens ist das Wasser in der Caldera extrem tief: Der Kraterhang fällt unter dem Meeresspiegel noch mehrere hundert Meter steil ab! Schiffe können hier nicht ankern und werden an großen Bojen festgemacht

 

 

Ammoudi

 

 

 Die Bucht unterhalb von Oia ist entweder über den Treppenweg oder über die Straße zu erreichen. Hier befindet sich der kleine Fischerort Ammoudi. Nicht zu überbietende Fischerhafenidylle mit bunten Tavernen in Rot, Gelb, Blau und Weiß, davor das grünlich schimmernde Wasser der Bucht.

 

 

  

 

 

 

Der Akrotiri Leuchtturm wurde von einer französischen Firma im Jahre 1892 erbaut. Der Leuchtturm findet sich auf der äußersten südwestlichen Spitze von Santorin. Auf den ersten Blick fällt auf, dass der Turm nicht rund, sondern eckig gebaut wurde.

 

 

Der kleine Leuchtturm hoch über Krater und offener Ägäis  weist aus 110 m Höhe den aus Richtung Kreta und Rhodos kommenden Schiffen den Weg.  Von Stürmen gebeugte Bäume säumen das letzte Stück der Straße vom Dorf Akrotiri aus dorthin.

 

 

Da sich in der Nähe Ruinen aus der minoischen Zeit befinden, ist ein Besuch der Gegend für alle interessant, die sich für Archäologie interessieren. Aber auch die Aussicht von den Klippen ist einfach atemberaubend mit Blick auf die Ägäis.

 

 

 

Rund um den Leuchtturm herum kann man über Felsen klettern, sich ein ganz einsames und stilles Plätzchen suchen, um hier aus über das offene Kretische Meer zu blicken oder in der anderen Richtung über den ganzen Krater hinweg bis nach Oia im Norden. Zum Sonnenuntergang ist es am Leuchtturm besonders schön, zumal dann anders als in Oia nur einige Menschen hier sind.