Wappen

 

 

 

Arrecife ist Geschäfts- und Verwaltungszentrum der Insel, mit modernen Bauten, einem kunterbunten Straßenleben und reger Geschäftstätigkeit. Dennoch hat das hastige, moderne Leben dem Charakter und Kolonialstil eines Fischerdorfes nichts anzuhaben vermocht, wie ein Bummel durch die grünen Parkanlagen, die schattigen Alleen mit ihren weißen Häusern.



 

Zu beginn des 15 Jh. war es noch ein kleiner Fischerort, der sich rund um El Charco de San Gines (Lagune von San Gines) gruppierte. Seit dem Jahr 1403 wird er als Versorgungshafen dokumentiert. In der Umgebung des Charco de San Ginés siedelten schon die Altkanarier der Prehispanischen Epoche.

 

 

Ihren Namen verdankt die Stadt den "Arrecifes", schwarzen vulkanischen Riffs, hinter denen sich die Boote schützend vor Piratenüberfällen verstecken konnten. Nach seiner Gründung, Anfang des 15. Jahrhunderts, lebte Arrecife über 200 Jahre das beschauliche Leben eines Fischerdörfchens, bis Anfang des 17. Jahrhunderts eine Invasion berberischer Seeräuber die damalige Hauptstadt San Miguel de Teguise verwüsteten. Das Verwaltungszentrum wurde nach Arrecife verlegt, weil dieser Flecken mit seinen beiden natürlichen Häfen und Befestigungsmöglichkeiten leichter zu verteidigen war.

 

 

Arrecife löste 1852 die alte Hauptstadt Teguise im Landesinneren ab. Arrecife zählt auch als eine der sieben Gemeinden der Insel. Arrecife ist die größte Stadt der Insel und beherbergt mit 57.357 Einwohnern (1. Januar 2011) knapp die Hälfte aller Lanzarotaños.

 

 

 

 

Arrecife gehört nicht zu den typischen Touristenorten der Insel. Touristen zieht es eher in Orte wie Costa Teguise, Playa Blanca oder Puerto del Carmen. Um das Stadtbild zu verbessern, wurde in den letzten Jahren viel gebaut und im kanarischen Stil restauriert. Nur wenige Hotels beherrschen das Stadtbild.

 

 

Wer gerne die kanarische Lebensart sucht, wird in Arrecife fündig. In den vielen kleinen Gässchen der Stadt - abseits der Fußgängerzone "Calle Real" spielt sich das typisch kanarische Leben ab. Da es für die Touristen in Arrecife nicht allzu viel zu sehen gibt, besuchen hauptsächlich Tagesausflügler die Hauptstadt.

 

 

Als zentralen Punkt für eine Besichtigung der wenigen Sehenswürdigkeiten von Arrecife sollten sie die Touristeninformation, am Castillo de San Gabriel nehmen. Von hier erreichen sie das nur wenige Meter entfernte Castillo de San Gabriel, die gegenüberliegende Hauptgeschäftsstraße Calle Leon y Castillo, die nur wenige Minuten entfernte Lagune Charco de San Gines sowie die Kirche San Gines. Nur das am Stadtrand liegende Castillo de San Jose ist etwas weiter entfernt.

 

 

 

Man sollte sein Auto am besten spätestens zu Beginn der Uferpromenade stehen lassen und zu Fuß in Richtung Innenstadt gehen. Aufgrund der sehr engen Gassen ist es selbst für den geübten Autofahrer ein echtes Abenteuer durch die Innenstadt von Arrecife zu fahren.

 

 

Wer mit dem Taxi kommt, sollte sich bis zum Castillo de San Gabriel bringen lassen. Direkt vor dem Castillo befindet sich die Taxihaltestelle.   

 

 

Viele Touristen nutzen die gute Busverbindung, um der Hauptstadt Arrecife einen Besuch abzustatten. Wer von Playa Blanca, Puerto del Carmen, Teguise und Costa Teguise kommt, oder dort hin fahren will, kann die Bushaltestelle an der Uferstraße Avenida Fred Olsen beim Parque Tematico und in der Nähe des Strandes zum Ein- oder Aussteigen nutzen. Diese Bushaltestelle liegt für eine Stadtbesichtigung günstiger als der Busbahnhof.

 

 

 

Strand von Arrecife

 

 

Entlang der Promenade, an der Avenida Marina, kann man zu Fuß bis hin zum feinsandigen Stadtstrand der Playa del Reducto gehen. Für einen Stadtstrand ist der Playa del Reducto sehr schön. Der helle Sandstrand geht vom Grand Hotel bis zum Parque Tematico, ist etwa 500 m lang und meistens nicht sehr stark frequentiert, so dass man immer ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen findet. Auch der Atlantik ist hier verhältnismäßig ruhig, da seine Kraft durch vorgelagerte Riffs geschwächt wird.

An der Westspitze des Strandes befindet sich dann der Bushaltepunkt für die Abfahrten nach Puerto del Carmen oder Costa Teguise.

 

 

Am anderen Ende der Strandpromenade, nicht weit vom Castillo de San Gabriel und der Einkaufsstraße von Arrecife, befindet sich das 5 Sterne Grand Hotel von Arrecife.

 

Grand Hotel

 

 

Direkt neben dem Grand Hotel fängt der Strand von Arrecife an.

In den frühen 70er Jahren befand sich Cesar Manrique  auf Reisen im Ausland. Dies wurde ausgenutzt und Investoren bauten das höchste Hotel der Insel. Selbst Manrique konnte damals nichts mehr gegen den Betonklotz ausrichten. Im Jahr 1991 musste es aus Verlustgründen schließen.

1994 brannte es aus, aber es wurde nicht abgerissen. Lange stand es als Ruine am Standstrand von Arrecife.

 

Blick vom Grand Hotel auf den Strand

 

Im Juli 2004 wurde es als Fünf-Sterne Grand Hotel mit 17 Stockwerken wiedereröffnet. Das Hotel verfügt über ein Café, beziehungsweise Bar und ein Restaurant im 17. Stock. Es lohnt sich, dem Hotel einmal auf einen Kaffee einen Besuch abzustatten. Der Blick, den man auf das Meer und die Stadt hat, ist einmalig.

 

 

 

Die an der Meerseite verlaufende Uferstraße, Avenida de la Marina, mit schön angelegter Promenade, lohnt sich für einen ausgiebigen Spaziergang.

 

 

Die Promenade am Meer wurde nach umfangreichen Renovierungsarbeiten sehr schön aufgewertet und gestaltet.

 

 

In einem hübschen Pavillon, vor dem Castillo de San Gabriel, befindet sich die Touristeninformation. Hier bekommt man unter anderem die neuesten Busfahrpläne, Infos über Märkte und Ausflugziele auf Lanzarote,  sowie einen Stadtplan in dem Spaziergänge durch die Stadt und die Sehenswürdigkeiten  eingezeichnet sind.

 

 

Direkt neben dem Pavillon befindet sich der sehr schöne Parque Minucipal „Stadtpark“.

 

 

Wer nach dem turbulenten Leben am Vormittag in den Einkaufsstraßen der Inselmetropole etwas mehr Ruhe sucht, findet sie im Stadtpark. 1999 wurde dieses Teilstück der Promenade neu gestaltet.

 

 

Hier hat man die Möglichkeit, entweder durch den „blühenden Garten“ zu schlendern oder einfach nur unter den Eukalyptusbäumen auf einer Bank zu sitzen und die Seele baumeln lassen.

 

 

Auf diesen Teilstück der Promenade befindet sich ein Cafe sowie daneben ein Kinderspielplatz. Auf der anderen Straßenseite beginnt die Einkaufsstraße von Arrecife. Entlang der Promenade gibt es Bänke  auf denen man verweilen kann und sie haben einen sehr schönen Blick auf das Castillo de San Gabriel.

 

 

 

 

Nur wenige Meter entfernt  vom Pavillon und Parque Minucipal  geht es rechts über die Puente de las Bolas (Kugelbrücke) zum Castillo de San Gabriel und links überqueren sie die Hauptstraße, wo sich auf der anderen Seite die Fußgängerzone Calle Leon y Castillo befindet.

 

 

Die Calle Leon y Castillo ist eine reine Fußgängerzone und die Haupteinkaufsstraße von Arrecife. Die Straße endet an dem Westzipfel der Lagune Charco de San Gines. Sie wird von den Einheimischen kurz “Calle Real” genannt.

 

 

 

Neben vielen Geschäften gibt es in dieser hübsch angelegten Fußgängerzone zahlreiche Bars und Cafés, in denen man sich nach einem ausgiebigen Einkaufbummel erfrischen kann.

Früher residierten hier die wichtigsten Familien der Insel.

 

Regierungssitz bis 1997

(Cabildo Viejo)

 

 

Der heutige Regierungssitz wurde 1997 bezogen. Das Vorgängergebäude aus dem Jahr 1929 befindet sich im Zentrum Arrecifes in der Fußgängerzone Calle de León y Castillo, die von den Lanzarotenos meist nur La Real (die Königliche) genannt wird.

 

 

Der ehemalige Regierungssitz wurde restauriert und darin am 4. August 2014 das Memorial Digital eröffnet, ein Archiv, das die Vergangenheit Lanzarotes digitalisiert.

Des Weiteren befindet sich in dem 1997 zum Baudenkmal erklärten Gebäude eine Touristeninformation.

 

 

 

 

 

 

Kirche San Gines

 

 


Schönes Ambiente mit zahlreichen Produkten für die Küche, zum Teil frisch vom Feld und aus dem Meer: Obst, Gemüse, Brot und selbst gemachten Kuchen, Trockenfisch, feine Liköre oder selbst gemachte Marmelade.

 

 

Ein Spaß für Kinder ist ein geführter Ritt  um den Markt vor der Kirche.

 

Fußgängerzone

 

 

Touristenmarkt (Mercado Turistico de Arrecife)
Hier,in der Innenstadt von Arrecife, wartet eine große Anzahl von Händlern mit ihren Marktständen auf Touristen um ihnen ihre Waren zu verkaufen. Stände mit Kunsthandwerk, Wein, Süßigkeiten, Obst, Gemüse usw

 

Promenade

 

 

Mehrmals in der Woche ist „Markt“ neben dem Pavill (Touristeninformation) und dem Stadtpark. Am Donnerstag findet man diesen Markt am Charco de San Gines.

 

 

Im „Angebot“ ist alles, von der „Marken“-Uhr über die supergünstige Jeans, T-Shirts, Ledertaschen, Ledergürtel, Schmuck bis hin zur afrikanischen Buschtrommel.

 

 

Erwarten Sie nicht zuviel.

Das meiste sind Billigware aus Asien. Die Sachen vom afrikanischen Kontinent kommen meistens auch aus Asien.

 

 

 

 

Das Schmuckkästchen der Stadt, der kleine Naturhafen, liegt in dem historischen Viertel hinter der Kirche San Gines, wo im 15. Jahrhundert ein kleiner Fischerort entstand.

 

 

 

 

Hinter der Kirche gehen Sie durch schmale Gassen mit kleinen Handwerksbetrieben und Lokalen. Von der Kirche bis zum Charco de San Gines sind es nur wenige Gehminuten.

 

 

Der Charco de San Gines ist ein kleiner Naturhafen. Viele kleine, bunte Fischerboote schaukeln hier auf seichten Wogen oder liegen bei Ebbe auf sandigem Grund.

 

 

Nach Plänen von César Manrique wurde der Charco de San Gines in den achtziger Jahren umgestaltet. Vorher entsprach der Charco noch genau seiner spanischen Bedeutung: Die Pfütze oder  der Tümpel (charco) war ein ziemlich heruntergekommener, schmutziger Brackwasserteich, in dem Unrat, rostige Boote und Gerätschaften der Fischer vergammelten.

 

 

Die Promenade um das flache Hafenbecken wurde ausgebaut, die sie umgebenden Häuser umfassend saniert.

 

 

Da die Verbindung zum Meer fast unsichtbar ist, er liegt versteckt unter einer Brücke, wirkt der Charco de San Gines wie ein See in mitten der Hauptstadt Arrecife.

 

 

Um diese Lagune führt eine Fußgängerpromenade, Avenida Cesar Manrique die nachts beleuchtet ist. Ein wirklich schönes Fleckchen.

 

 

Gleich am Anfang der Fußgängerpromenade finden Sie einige kleine Cafes und Lokale die zum verweilen einladen.

 

 

Gegenüber der Brücke im Westen bildet die Lagune den Anfang der Calle Leon y Castillo, der Haupteinkaufsstraße in Arrecife. Am Charco de San Gines schmiegt sich das historische Zentrum von Arrecife an.

 

 

Der Charco de San Gines  ist ein angenehmer Ort für Spaziergänge. Hier trifft sich die einheimische Bevölkerung um bei eine Tasse Cafe con Leche, die letzten Neuigkeiten auszutauchen und einfach nur die Seele baumeln lassen.

 

 

 

 

Blickfang der Uferpromenade in Arife ist das „Castillo de San Gabriel“ (Burg des Heiligen Gabriel) , die vorgelagerte, durch zwei Brücken mit dem Festland verbundene Inselfestung.

Das Castillo befindet sich gegeüber der verkehrsberuhigten Calle de León y Castillo, die von den Lanzarotenos meist nur La Real (die Königliche) genannt

 

 

Anfangs gab es gegen die Angriffe der Piraten nur ein Fort aus Holz. 1571 plünderte und zerstörte der berüchtigte Seeräuber Dogan das Hafenstädtchen fast völlig. Bei dem Überfall wurde auch das Ford niedergebrannt.

 

 

Nachdem es niedergebrannt wurde, baute man 1574 auf der vorgelagerten kleinen Insel Islote de Fermina das Castillo de San Gabriel, von dem man sich eine hohe Schutzfunktion vor Piratenüberfällen versprach.

 

 

Doch bereits im Jahr 1586 wurde sie auf Befehl von Morato Arraez, von seinen Piraten zerstört und eingeäschert. Die Legende berichtet, dass Männer und Frauen die Festung heroisch verteidigten und letztere es vorzogen zu sterben, als nach dem Tod ihre Männer in die Hände der Piraten zu fallen.

 

 

Philipp II.

* 21. Mai 1527 

† 13 September 1598 

 

 

Das heutige Castillo de San Gabriel, mit Glockentürmchen und Wachhäuschen, wurde vom spanischen König Philipp II. in Auftrag gegeben. Nach Plänen des italienischen Festungsbaumeiters Leonardo Torrieni um 1590 die Festung wieder aufgebaut. Er entwarf auch das Castillo de Santa Barbara in Teguise.

 

 

Ein Highlight kommt, wenn man die Brücken zum Castillo de San Gabriel erreicht. Es gibt eine Brücke für Autos und eine für Fußgänger. Um überzusetzen, benutzen Autofahrer die Muelle Chico (Kleine Mole). Sie beginnt direkt an der Promenade.

 

 

Im Gegensatz zur kürzeren und nicht so breiten Fußgängerbrücke, führt diese am Castillo de San Gabriel vorbei.

 

 

Am Ende dieser „kleinen Mole“ können kleine Segelboote oder Yachten ankern.

 

 

Von hier haben sie einen sehr schönen blick auf das Castillo de San Gabriel und auf die Stadt Arrecife. Fußgänger oder Radfahrer können „die kleine Mole“ auch benutzen.

 

 

Fußgänger gehen über eine Zugbrücke, ein Wahrzeichen von Arrecife, die bis heute sehr gut erhalten blieb. Wegen der kugelförmigen Abschlüsse ihrer Pfeiler wird sie "Puente de las Bolas" (Kugelbrücke) genannt.

 

Zugbrücke

 

Die Brücke mit Kopfsteinpflaster, die als direkter Zugang zum Castillo de San Gabriel diente, wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Auf 175 Meter Länge verbindet sie die Festung mit dem Festland.

 

 

Zwei gut erhaltene Kanonen vom Ende des 19. Jahrhunderts bewachen den Eingang des Castillo de San Gabriel.

 

 

Der Hauptgrund für die meisten Besucher des Castillos ist aber der Blick auf die Inselhauptstadt, den man von der kleinen Festungsinsel aus hat.

Die Festung wurde 1972 zu einem nationalen historischen Denkmal ernannt.

 

 

 

 

Am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, wurde im Castillo de San Gabriel, das Museo de Historia de Arrecife, ein Museum über die Geschichte und Entwicklung von Lanzarotes Inselhauptstadt, geöffnet.

 


Das Museum soll Besuchern die Entwicklung und Bedeutung von Lanzarotes Inselhauptstadt Arrecife erläutern. Auf Wandtafeln wird die Entstehung der Kanarischen Inseln, deren Flora und Fauna, sowie die Besiedlung dargestellt und erläutert.

 


Die Ausstellungsgegenstände befinden sich in teilweise sehr kleinen und engen Räumen. Die Beleuchtung dieser Räume ist sehr gering, aber das wurde wohl gemacht, damit man die  Schautafeln mit den Fotos und der Beschreibung besser erkennen kann.

 

 

  

 

In den Vitrinen werden Gegenstände des täglichen Bedarfes (z. B. Geschirr, Tücher und Muscheln gezeigt. Die Muscheln wurden auch als Schmuck verwendet.

 

                

 

In einer Glasvitrine befindet sich eine Figur mit historischer Kleidung, sowoe ein Mann in einer Uniform.

 

 

Nach der Besichtigung des Museums lohnt der Aufstieg auf das Flachdach. Eine sehr enge und steile Treppe führt zum oberen Bereich des Castillos.

 

 

Das Glockengestell des kleinen Glockentürmchens auf dem Flachdach, wurde nach dem Kugeltpr des Puente de las Bolas nachgebildet

 

 

Auf dem Flachdach befindet sich in einer Ecke das ehemalige Wachhäuschen. In dem kleinen Raum sind noch einige kleine historische Kanonen zu besichtigen.

 

 

Won hier oben haben Sie einen wunderbaren Blick aufs Meer und auf Silhouette der Stadt Arrecife.

 

 

 

 

Vom Castillo de San Gabriel bis zum Castillo de San Jose können Sie gut zu Fuß gehen. Es sind etwa nur 1 Kilometer.

 

 

Nach dem Castillo de San Gabriel beginnt die Avenida Vargas. Sie endet am Hafen Los Marmoles. Interessant ist hier zum Beispiel der Fischereihafen Puerto del Naos, der jedoch mittlerweile stillgelegt wurde.

 

 

Gleich oberhalb des Fischereihafens befindet sich ein großes Gebiet stillgelegter Salinen, in denen Salz gewonnen wurde. Am Hafen geht die Hauptstraße weiter nach links in die Avenida Olof Palme und danach in die Avenida de Naos.

 

 

Etwas weiter stadtauswärts liegt auf einer Felsklippe das kleine Castillo de San Jose, es markiert noch heute Arrecifes Stadtgrenze.

 

Castillo de San Jose

 

Baubeginn war im Jahr 1776. Als Ende der Bauarbeiten ist über dessen Eingangstür das Jahr 1779 angegeben.

 

König Karl (Charlos) III.

* 20. Januar 1716 in Madrid

† 14. Dezember 1788

 

Das Projekt stand unter der Schirmherrschaft Königs Carlos III. und wurde unter der Aufsicht des Bauingenieurs Alfonso Ochando durchgeführt.

Es wird von Einheimischen auch Hungerburg genannt, da die Bevölkerung nach den gewaltigen Vulkanausbrüchen auf der Insel Mitte des 18. Jahrhunderts Hunger litt. Anfangs war es den Inselbewohnern, unter Androhung von Strafe verboten, die Insel zu verlassen, da die Inselführung befürchtete, keine Arbeitskräfte mehr zur Verfügung zu haben. Die Versorgung mit Lebensmitteln verschlechterte sich aber zusehends, so dass der Hälfte der Bevölkerung erlaubt wurde, auf die Nachbarinseln zu gehen. Arbeit und Schutz vor Piratenüberfällen sollte der Bau bieten. Da diese aber nicht mehr stattfanden, verlor die Hungerburg an Bedeutung.

 

 

Das Castilllo de San Jose befindet sich auf der acht Meter über der Steilküste liegenden Halbinsel Cueva de Ines. Das Eigentümliche dieses Bauwerks ist, dass der Eingang über das obere Stockwerk erfolgt, da das untere Geschoss hier unter der Erdoberfläche liegt. Der trotz seines Alters gute Zustand des Gebäudes ist auf dessen solide Bauweise unter Verwendung von Basalt-Quadersteinen und Mörtel zurückzuführen.

Der Grundriss ist halbkreisförmig und die Räume verteilen sich auf zwei Stockwerke.

 

 

Hat man den Burggraben über die dazugehörige Zugbrücke überquert und betritt das Kastell, so befindet man sich in einer außergewöhnlich großen Halle mit einem Tonnengewölbe.

Außer diesen beiden übereinander liegenden Haupthallen gibt es noch mehrere kleinere Gelasse, die als Lager, Pulverkammern und Kerker dienten, sowie eine Zisterne für das Trinkwasser der Garnisonen.

 

Museum

 

 

1974 wurde das Castillo de San Jose vom Künstler und Umweltschützer Cesar Manrique (1919–1992) in das Haus des Museums für zeitgenössische Kunst (Museo Internacional de Arte Contemporaneo) umgewandelt.

Die für den neuen, kulturellen Zweck nötigen Umgestaltungsarbeiten wurden im Jahre 1976 beendet.

 

 

Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, einige der wichtigsten Werke des modernen Kunstschaffens zu sammeln und auszustellen. Der größte Teil der Sammlung umfasst die Kunstströmung der Abstraktion, mit Bildern und Skulpturen der wichtigsten zeitgenössischen Künstler.

 

 

Ausgestellt haben dort bereits Künstler wie Tapies, Michavila oder auch Cesar Manrique selbst, und die ständige Sammlung umfasst heute Namen von internationalem Rang.

 

Restaurant

 

 

Direkt aus dem Museum führt eine von Manrique gestaltete Treppe in das im Untergeschoss liegende Cafe/Restaurant.

 

 

Durch die großen Panoramascheiben überblickt man den Fischereihafen Naos und dem Güter- und Personenverkehr dienenden Hafen Los Marmoles.
 

 

Die Einrichtung des Restaurants entspricht dem Stil von Cesar  Manrique: zeitlos schön.

 

 

 

 

 

Die älteste Kirche auf Lanzarote ist die Iglesia San Gines.

Arrecifes Hauptkirche liegt in einem stilleren Viertel der Stadt, am Plaza de las Palmas.. Im Jahre 1630 baute der Kaufmann Franzisco Garcia Santellas die Kapelle San Gines. Sie ist dem Heiligen Gines von Clermont geweiht.

 

San Gines

Erster Bischof Arrecifes

Obispo de Clermont-Ferrand

* 603 - † 662

 

 

Die kleine Plaza vor der Kirche ist mit ihren Bänken und den schattigen Lorbeerbäumen der ideale Platz zum ausruhen. Architektonisch ist der Bau in schlichtem weiß gehalten und mit grauschwarzen Lavasteinen abgesetzt.

 

 

Im Jahre 1574 wird in Arrecife die erste lokale Wahlfahrtskapelle gegründet, in der im Laufe der Zeit ein Heiligenbild von Sankt Peter und ein von Sankt Gines gefundenes Gemälde aufbewahrt wurde. Nach einer Überschwemmung, wird die Wahlfahrtskapelle 1665 neu erbaut. Die Arbeiten dauern zwei Jahre.

 

 

Wiederum 1747 wird sie vergrößert, bis sie im Jahre 1798 ihren heutigen Stand als Pfarrei erhält. Noch im gleichen Jahr erhält die Insel Lanzarote, dank Gines de Castro, ein Heiligenbild von San Gines. 1800 musste das mittlere Hauptschiff vergrößert werden.

 

 

1804 wird das Mittelschiff des Evangelio gebaut und hiermit dafür gesorgt, dass zehn Jahre später durch die Erhöhung der Kanzel das Hochschiff entsteht. 1826 ist das Jahr in dem das so genannte Bischofsschiff gebaut wird und 1842 der Kirchturm. Anlässlich der Eröffnung des Hafens, am 25. Juni 1798 wurde die erste Messe in der umgestalteten und zur unabhängigen Pfarrei erklärten Iglesia San Gines gehalten.

 

Jesús

 

Die Kirche San Gines

 

LIMOSNAS (milde Gabe)

Almosen

 

DONATIVOS (milde Gabe)

Spende, Zuwendung oder Schenkung

 

Wenn sie die Kirche betreten erblicken sie direkt im Eingangsbereich 2 Standfiguren von Kindern, die um eine kleine Spende bitten.

 

 

Wie in vielen Kirchen auf Lanzarote gibt es auch hier, aus Sicherheitsgründen, nicht die Möglichkeit Kerzen anzuzünden. Sie können in einen Spendenbehälter Geld einwerfen und es geht ein elektrisches Lämpchen in einer Kerze an.

 

 

Sie besteht aus einem dreischiffigen Raum, der eine gute Akustik aufweist. Die holzgeschnitzte Decke im Mudejarstil, sowie die Statuen von San Gines und der Virgen del Rosario, die beide aus Kuba stammen, sind sehr sehenswert. Die Säulen und Böden sind alle aus Lavastein.

 

Virgen (jungfräulich, unberührt) Milagrosa

 

Sagrado Corazón de Jesús

 

In der Kirche San Gines befinden sich viele schöne Gemälde, Schnitzarbeiten aus Holz und Figuren. Sie sind alle sehr schön und wirklich sehenswert.

 

 

In dieser Kirche gibt es 2 kleine Räume, die man besuchen sollte. In dem einen Raum befindet sich Jesus mit Vater und Virgen de los Dolores.

 

Beichtstuhl

 

Im gegenüber liegenden Raum befindet sich ein Beichtstuhl und an der wand hängt ein Bild mit einem Spruch.

 

Auf dem Bild steht geschrieben

 

 

Gott segne und behüte dich
zeigt dir sein Gesicht und erbarme dich,
gibt dir seinen Blick und Frieden

 

 

25.08. Fiesta de San Gines

Zu Ehren des Schutzpatrons der Hauptstadt, des San Gines, wird in Arrecife mehrere Tage ausgiebig und lang gefeiert. Kirchliche Prozessionen, sportliche Wettbewerbe, Konzerte und Kinderprogramm – für jeden und jede ist etwas dabei.

 

 

Infos:

Gemeine Arresife

Fläche: 22,72 km²

Einwohner: 58 735 (2016)