Über das heutige Pythagorion wacht

die Burg von Lykourgo Logotheti

 

 

Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten die sich im Ort Pythagorion befinden, können sie am südwestlichen Ende des Hafens besichtigen. Es ist der Kastro-Hügel (Fluchtburg) mit Burg und Kirche.

 

Geradeaus zum Flughafen,

rechts nach Samos Stadt

 

Vom Hafen gehen/fahren sie die Hauptstraße Likourgous Logotheti immer geradeaus. Nach 300 m, an der Kreuzung, geht es geradeaus zum Flughafen.

 

 

Nach etwa 600 m befindet sich auf der linken Seite, direkt am langen Potokaki-Strand, die Ausgrabungsstädte „Römische Termen“.

 

 

An der Straßenkreuzung nach rechts, die Polykrates, führt die Straße Richtung Samos Stadt.

 

 

Nach  etwa 150 m erreichen sie auf der rechten Seite das Archäologische Museum von Pythagorion.

 

 

Nach weiteren 150 m an, etwa 20 m nach der Bushaltestelle, geht links eine ebenfalls Asphaltierte Straße zu den Sehenswürdigkeiten, die sich am Berg Kastri befinden. An der Weggabelung stehen Hinweisschilder.

 

 

Nach etwa 1,2 Kilometer erreichen sie wieder eine Weggabelung. Von hier gelangen sie zu 3 weiteren Sehenswürdigkeiten von Pythagorion.

 

 

 

Geradeaus kommen sie zum „Tunnel des Eupalimos“.

 

 

Nach rechts, den Berg hinauf, kommen sie zum „Kloster Panagia Spiliani“.

 

 

Direkt am Fuße des Berges befindet sich das „Römische Theater“ von Pythagorion.

 

 

 

 

Lykourgo Logotheti

*1772 in Karlovasi

†1850 in Athen

 

Über das heutige Pythagorion wacht die auf dem Kastro-Hügel die Burg von Lykourgo Logotheti (Geburtsname: Georgios Paplomatas), Held des Aufstandes von 1821 gegen die Türken.

 

 

Das Areal, auf dem heute das Kastell und die Kirche Metarmorphosis stehen, war vermutlich bereits 3000 v. Chr. schon besiedelt. Viele Jahrhunderte später, im 6. Jh. v. Chr., stand hier der Palast des Tyrannen Polykrates. Auch eine frühe christliche Basilika, deren Reste durch Ausgrabungen bezeugt sind, hatte hier ihren Platz.

 

Flagge der Revolution von 1822

 

Am 18. April 1821 hisste Kapitän Konstantin Lachanas auf dem Pigadi-Platz in Vathy zum ersten Mal die Fahne der Freiheitskämpfer. Der Freiheitskämpfer Lykourgos Logotheti und Bischoff Kyrillos erklären am 8. Mai 1821 offiziell den Aufstand gegen die Türken. Der Freiheitskampf erreicht am 6. August 1824 auf Samos seinen Höhepunkt als die türkische Flotte in der Nähe des heutigen Pythagorion aufgerieben und fast alle türkischen Schiffe vernichtet wurden.

 

 

Das Kastell des Logothetis entstand 1822, unter Verwendung vieler antiker Quader, während des griechischen Freiheitskampfes.

 

 

 

 

Etwa 15 Meter über dem Meer erhebt sich am Rand der südlichen Altstadt von Pythagorion auf einer Kastelli genannten Anhöhe ein Festungsturm, auch Logothétis-Burg genannt. Die Seitenlänge des Areals der Festung an der Küste beläuft sich auf etwa 420 Meter, hier sind verschiedene Befestigungsüberreste zu sehen. Die Festung befindet sich auf einem Hügel, von dem angenommen wird, dass es hier einst eine Akropolis gab, mit einer der ältesten Siedlungen der Insel.

 

 

Es muss eine große, für die damalige Zeit angemessene Anlage gewesen sein. Möglicherweise liegen die Anfänge dieser Befestigung bereits in der byzantinischen Epoche und das ganze wurde nach und nach verändert

 

 

 

Zwischen 1822 bis 1824 wurde der Logothetis Burg genannte Wehrturm unter zur Hilfenahme antiker Steinquader aus der nahen Umgebung im Auftrag von Lykourgos Logothetis eillig errichtet, da eine erneute türkische Eroberung von Samos drohte.

 

 

Ein Gemälde aus dem Inneren der Burg

 

 

Die Arbeiten wurden im Jahre 1827 mit der Umwandlung der Festung in ein Regierungsgebäude und der Einrichtung einer Wohnung für Lykourgos Logothetis und seiner Familie abgeschlossen. Nach dem Bau der Festung, in der Logothetis von 1827 bis 1834 wohnte, begann die Errichtung der Kirche der Metamorphosis, die wahrscheinlich zwischen 1831- 1833 aufgrund seiner Initiative fertiggestellt wurde. Nach dem Auszug von Logothetis aus der Turmfestung im Jahre 1834 verfiel die Anlage wieder, nur die neben der Festung errichtete Kirche erfuhr in der Zeit danach mehrfache An- und Umbauten. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts entschloss man sich, in den ehemaligen Wohnräumen ein Museum einzurichten

 

 

Wer sich heute den Turm genauer ansieht, wird feststellen, dass bei dessen Errichtung alles verwendet wurde, was vor Ort in der näheren Umgebung greifbar war. So wurden zum Beispiel Marmorteile verbrannt, um Kalk zu gewinnen.

 

 

 Museum in der Burg

 

Das Eingangsportal zum Museum in der Logothetis-Bug.

 

 

An und in der Burg wurde in den vergangenen Jahren viel gearbeitet. Sie können das innere der Burg seit 2012 zum Teil besichtigen.

 

 

Zweck der Renovierung des Turmes war die damit verbundene Einrichtung eines Museums in den wiederhergestellten Räumen.

 

 

Die Ausstellung des Museums dokumentiert in erster Linie die Geschichte der Festung und des sich anschließenden Areals mit Fotografien, Zeichnungen, Plänen und historischen Informationen. Die Ausstellung ist auf mehrere Ebenen verteilt

 

 

 

Die meisten der hier in den Räumen gezeigten Gegenstände stammen aus dem 5. Jahrhundert (Arabische Zeit) und dem 6. Jahrhundert (Korinther).  

 

 

Weiterhin befindet sich z. B. in den Ausstellungsräumen, ein aus dem 5. Jh. v. Chr. stammende Fragment der Burg.

 

 

Tongefäße zur Aufbewahrung von Öl und Speisen aus der Byzantinischen Zeit, vom 7. Jahrhundert bis zum 11. Jahrhundert.

 

 

Ein Ofen mit Gebrauchsgegenständen. Hier wurden die Notwendigen Tongefäße für den täglichen Gebrauch hergestellt. In den einzelnen Räumen stehen Glasvitrinen mit Fundstücken. Im Inneren befinden sich in der Mauer ein eingefügtes Bad sowie ein Ofen.

 

 

 

Vom Inneren der Burg haben Sie nach beiden Seiten, auf den Friedhof, das Meer und dem Hafen von Pythagorion, sowie auf der anderen Seite in Richtung Potokaki Beach einen sehr schönen Weitblick.

 

 

Leider können sie die Ausstellung in der Logothetis Burg nicht immer zu besuchen. Wie bei vielen Sehenswürdigkeiten sind auch hier ehrenamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Grundsätzlich sind in Griechenland Archäologische Sehenswürdigkeiten und Museen, wie die Römische Therme oder auch das Archäologische Museen, immer am Montag geschlossen. 

 

 

Das Denkmal des Lykourgos Logotheti

 

 

Auf dem Kirchenvorplatz befindet sich ein Denkmal von Lykourgos Logotheti.

 

Auf dem Denkmal steht die Aufschrift:

 

"Lykourgos Logothetis-

Christus hat das Volk von Samos

am 6 August 1824 gerettet“

Spender Emanuil Stef. Monaitis"

 

 

 

 

Die Kirche ist "Christi Verklärung, Metamorphosis Tou Sotivou," geweiht. Es ist die größte Kirche von Pythagorion. Es ist keinesfalls ein Zufall, am Tag Christi Verklärung des Jahres 1824, einem 6. August, hatten die samiotischen Truppen unter Likourgos Logotheti einen wundersamen Sieg über die erheblich stärkeren türkischen Truppen erzwungen.

 

 

Das Wunder

 

 

Während des Befreiungskampfes soll bei einer Belagerung der Festung durch die Türken akuter Wassermangel geherrscht haben. Plötzlich sprudelte Wasser aus dem Boden und eine neue Quelle war geboren. Diese Tatsache werteten die belagerten Griechen als ein Zeichen Gottes und erkämpften so gestärkt den Sieg über die Türken.

 

 

Bau der Kirche

 

 

Nach dem Sieg in der Seeschlacht von Mykali und der wunderbaren Rettung der Insel am 6. August 1824, beschloss der Anführer des Freiheitskampfes den Bau der Kirche der Verklärung Christi als Zeichen der Anerkennung und der Dankbarkeit gegenüber dem Allmächtigen Gott, da er die griechischen Freiheitskämpfer begünstigt und zum Sieg gegen die Türken geführt hat. In der Widmung an diese Kirche verdeutlicht ihr Gründer seine ganze Ergebenheit.

 

 

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die Begebenheiten zu dieser Zeit erschwerten die Erbauung der Kirche. So wurde erst am 27. Februar 1831 der Grundstein gelegt. Lykourgos Logotheti selbst machte den Bauplan und fertigte aus Wachs ein Modell der Kirche, anhand dessen der aus dem kretischen Dorf Marathos stammende Baumeister Georgios Petros die Ausführungen der Bauarbeiten leitete. Am 15. Juni 1833 war die Kirche dann fertig gestellt.

 

 

Die Kirche

 

 

Am westlichen Ende der Promenade führt eine Strasse direkt zum 200 m entfernten Kastell und zur Kirche der Metamorphosis von Pythagorion.

 

 

Am Ende der Straße gehen sie eine Treppe hinauf und stehen auf dem Kirchenvorplatz

 

 

Auf der rechten Seite steht der Kirchturm, deutlich abgesetzt vom Kirchenschiff welches auf der linken Seite des Kirchhofes steht.

 

 

Der Kuppelbau mit einer zentralen Kuppel ist so aufgebaut, dass in den Innenräumen ein ganz besonderes Lichtschauspiel stattfindet.

 

 

Beim betreten wird man von kirchlichem Chorgesang empfangen, dieser und die reich geschmückte Kirche lassen den Besucher erstaunen.

 

 

Es ist eine ganz besondere Stimmung. Am Eingang befindet sich ein ewiges Licht. Hier kann, wer möchte, auch eine Kerze anzünden. Die Kerzen dafür befinden sich am Eingang links. 

 

 

Zahlreiche Ikonen hängen oder stehen mitten im Raum. In der zentralen Kuppel befindet sich die Kanzel mit reichen Schnitzereien.

 

 

Mitten im Raum hängt ein  sehr schöner gewaltiger Kronleuchter.

 

 

Die sehr schöne Kirche ist öffentlich zugänglich. Sie ist am Morgen und am Abend für Besucher geöffnet. Denken sie bitte bei ihrem Besuch an angemessene Kleidung. Sollten sie Fotos machen oder eine Kerze anzünden denken sie bitte beim verlassen der Kirche an eine Spende. Meistens werden die Spenden für die Elektrizität genommen.

 

 

Der Friedhof

 

 

 

Innerhalb der Festungsmauern befindet sich neben der Kirche auch ein heute noch genutzter Friedhof.

 

 

auf dessen linker Seite sich die Ruinen frühchristlicher Kirchen befinden. Auch Überbleibsel aus der römischen Epoche finden sich hier.

 

 

 

Gebeinehaus

 

 

Hinter der Kirche befindet sich ein "sehr schöner" Friedhof. Im Allgemeinen werden die Toden am folgenden Tag beerdigt. In bestimmten Abständen gibt es zu Ehren des Verstorbenen eine Feier. Da auf der Insel nur begrenzt Platz vorhanden ist, werden die Gräber nach 4-6 Jahren geöffnet und die Gebeine der Toten von den Angehörigen gesäubert, teilweise mit Rotwein, und danach in eine Holzkiste gegeben. Diese Holzkisten werden  in einem sogenannten „Gebeinhaus“ aufbewahrt.

 

 

Lykourgos Logotheti

(Seine Liebe zu dieser Kirche)

 

Ein Gemälde aus dem Inneren der Burg

 

Die Hingabe und Liebe des Lykourgos Logotheti an diese Kirche blieb sein ganzes Leben lang unvermindert erhalten. Kurz vor seinem Tod im Jahr 1850 spendete er die 1000 Taler, die ihm von der samiotischen Verwaltung zustanden, für die Renovierung der Kirche.

 

 

Das Fest

 

 

Das Fest der Verklärung Christi wird jedes Jahr, am 6. August, als offizieller, lokaler Nationalfeiertag begangen. An diesem geschichtsträchtigen Tag kommen Samioten aus allen Teilen der Insel als ergebene Pilger in die Kirche der Verklärung Christi, und erweisen als Ausdruck ihrer Dankbarkeit an Christos dem Erlöser ihre Ehrerbietung an die Erinnerung an die heldenhaften, ruhmvollen Vorfahren, die sich die Verteidigung der hohen Ideale und die Befreiung der Heimat als höchstes Ziel in ihrem Leben gesetzt haben. Die Kirche wurde vom Staat als historisches Denkmal anerkannt.

 

 

Burg und Kirche am Abend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Antike war die alte Stadt Samos, das heutige Pythagorio, von einer 6430 m langen Stadtmauer umgeben. Sie war bis zu 6 m hoch und 5 m dick. Die Mauer besaß zwölf Tore und Pforten sowie 35 Türme und Bastionen. Die ehemalig riesige antike Stadtmauer wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. auf Geheiß des Tyrannen Polykrates errichtet. Die Stadtmauer umschloss die Hafenanlage, führte hoch zu dem gegenüberliegenden Hügel, verlief über den Kamm des Ampelos Berges und von dort aus wieder zurück zum Meer. Unmöglich ist es leider an vielen Stellen, wirklich nahe an diese Mauerreste heranzukommen.

 

 

Die antike Stadt Samos (Pythagorion) nahm wahrscheinlich eine Fläche von etwa 1000 mal 1300 m ein. Hier lebten zu Zeiten des Polykrates schätzungsweise 15000 bis 20000 Menschen.

 

 

Einen Mauerrest finden sie direkt neben der Logothetis-Burg,  mit Relikten aus der byzantinischen Epoche. Teile der Mauer können Sie noch immer deutlich sehen. Mauerreste erkennen Sie z. B. am Ufer auf dem Weg vom Tarsanas-Strand, zur Logothetis-Burg.

 

 

Vor allem auf dem Ambelos-Hügel können sie noch größere Teile der Mauer finden. Dort kann man der alten Mauer durch weitgehend wegeloses Gelände mehrere hundert Meter weit folgen.

 

 

Die Steine für diese gewaltige Anlage stammen aus dem Stadtberg beim Kloster Spilianis, die Steinbrüche sind dort noch heute zu sehen. Unmöglich ist es leider an vielen Stellen, wirklich nahe an diese Mauerreste heranzukommen. Mal versperrt ein eingezäuntes Gehöft den Weg, mal machen eingezäunte Olivenhaine einen Zugang unmöglich.

 

 

Die Fotos spiegeln kaum wieder, was man sieht, da jeglicher Größenvergleich (Größe der teils gewaltigen Blöcke) unmöglich ist. Eine Möglichkeit, einen Blick auf die Mauerreste zu erhaschen, bietet sich ab der Zufahrtsstraße zum Kloster Spilianis.

Dort kann man der alten Mauer durch weitgehend wegeloses Gelände mehrere hundert Meter weit folgen. Die Steine für diese gewaltige Anlage stammen aus dem Stadtberg beim Kloster Spilianis, die Steinbrüche sind dort noch heute zu sehen.

 

 

 

 

Eine der größten Sehenswürdigkeiten von der Küstenstadt Pythagorion stellt die Archäologische Sammlung dar. Das Archäologische Museum wurde im Frühjahr 2010 eröffnet. Es zeigt eine reichhaltige und vielseitige Kollektion von  archäologischen Funden der Region.

 

Marcus Ulpius Traianus

(* 18. September 53 in Rom,

† 8. August 117 in Selenus, Kilikien.

 

Er war bekannt als Trajan und war von Januar 98 bis 117 römischer Kaiser.

 

Die 2,71 Meter hohe, marmorne Statue des Imperators Trajan

und die Büsten von einigen Kaisern aus der römischen Zeit

 

Lucius Caesar

* um 135 v. Chr.

† 87 v. Chr.

 

Tiberius

Tiberius Iulius Caesar Augustus

* 16. November 42 v. Chr. In Rom

† 16. März 37 n.Chr. am Kap Misenum.

War römischer Kaiser von 14 bis 37 n. Chr.

 

   

Claudius

Tiberius Claudius Caesar Augustus Germanicus

* 1. August 10 v. Chr. in Lugdunum, heute Lyon

† 13. Oktober 54 n. Chr..

Er regierte vom 24. Januar 41 n. Chr. bis zu seinem Tod im Jahr 54. n. Chr..

 

Octavianus Augustus

 * 23. September 63 v. Chr. in Rom

† 19. August 14 n. Chr. In Nola bei Neapel.

Octavianus Augustus war Kaiser von 27  V. Chr. bis 14 n. Chr.

Er war der erste römische Kaiser.

 

 

Im Erdgeschoss stehen Vitrinen mit den Fundgegenständen, gegliedert und beschrieben nach Epochen, nummeriert.

 

 

Im Obergeschoss bildhauerische Darstellungen, Statuen, Büsten, Köpfe, Säulenfragmente, z. T. ergänzt.

 

 

Leider sind die Beschreibung zu den einzelnen Ausstellungsstücken in griechisch und englisch. Auf jeden Fall ist es von Vorteil, sich vorher mit der Geschichte Griechenlands und von Samos im Besonderen vertraut zu machen und das Museum mehr als einmal zu erkunden

 

 

Aus Marmor gefertigte Statuen und Büsten, die verschiedene Personen aus der römischen Zeit abbilden.

 

  

 

Eindrucksvolle Keramikarbeiten, die aus der Zeit zwischen dem 9. Jahrhundert und dem 2. Jahrhundert v. Chr. stammen.

 

 

 

 

Auf beiden Etagen des Museums finden Sie vielfältige Artefakte und Alltagsgegenstände der Antike.

 

 

Eines der wohl bekanntesten Exponate stellt die Marmorstatue des sitzenden Aiakes dar. Der Inschrift zufolge wurde es der Hera, von Aiakes, Vater des Polikrates, als Zeichen des Wohlstands, den er durch Piraterie erlangt hatte, gewidmet. Es wurde in Pythagorion gefunden und stammt aus dem Jahre 540 v. Chr.

 

Grabsäulen, Grabbeigaben und Marmorsarg

 

 

Auf der oberen Ebene finden sie zwei außergewöhnliche, verzierte Grabsäulen aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Kleiner Grabstein. Sie ist mit einer Palmette gekrönt und trägt die Inschrift "Diagoras von Delos". datiert auf 530 v. Chr.

 

 

Marmorner Grabstein, mit einer Palmette gekrönt. Er wurde in Chora gefunden und datiert von 500/490 v.Chr. gehören zu den Prunkstücken der Archäologischen Sammlung von Pythagorio.

 

 

Artemis Tempel

 

 

In der Außenanlage des Museums wird zur Zeit noch gearbeitet. Hier befindet sich der Artemis-Tempel.

 

 

Die Außenanlage ist seit 2016 ebenfalls zu besichtigen. Viele Ausstellungsstücke die man im Archäologischen Museum sehen kann, wurden hier gefunden. Der zu begehende Weg ist, aus nachvollziehbaren Gründen, vorgegeben.

 

 

 Zu sehen sind Säulen und Mosaike von einem "Badehaus".

 

 

Auf den zu begehenden Wegen sind Tafeln mit Bildern und Beschreibungen angebracht. Aber wie auch im Museum, alles nur auf griechisch und englisch.

 

 

Die Göttin Artemis

 

 

Artemis ist in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Waldes und die Hüterin der Frauen und Kinder. Sie zählt zu den zwölf großen olympischen Göttern und ist damit eine der wichtigsten Gottheiten der griechischen Religion. Bei den Römern entsprach ihr die Diana.

 

 

Nach der griechischen Sage wurden Artemis und ihr Bruder Apollo auf dem Berge Kynthos auf der Insel Delosgeboren.

 

 

Eine Sonderform der Artemis stellt die Artemis Ephesia dar, die in dem ihr geweihten berühmten großen Tempel in Ephesos, einem der Sieben Weltwunder der Antike, verehrt wurde.

 

 

 

  

 

In der nahen Umgebung von und in Pythagorion gibt es zahlreiche archäologische Stätten und Sehenswürdigkeiten, die man zum

Teil frei betreten kann, wie z. B. die Thermenanlage aus römischer Zeit. Zwischen der Hauptstraße und Potokaki-Strand, etwa 1 Kilometer von Pythagorion, erstreckt sich ein weitläufiges, eingezäuntes Ausgrabungsgelände. Die Ruinen der Thermen (syn. für eine römische Badeanstalt) befanden sich auf dem Sportgelände der antiken Stadt Samos (heute Pythagorion). Die Thermen wurden im zweiten Jahrhundert n. Chr. Erbaut

 

 

In den Thermen, also eine Art Vergnügungsbad, wo sich freie Bürger oft den ganzen Tag mit Gesprächen, Ball- und Brettspielen sowie der Körperpflege ihre Zeit verbrachten. In den Bädern gingen die freien Bürger mit ihren Sklaven. Die Sklaven halfen beim Aus- und Anziehen ihrer Herren und reichten die Handtücher und Getränke.  

 

 

Neben dem Haupteingang befanden sich die Umkleideräume für die Besucher. Das Frigidarium (Kaltwasserpool) und der achteckige Pool befanden sich im Nordteil der Therme, wogegen sich die Heißräume mit dem Hypocaustum (unterirdisches Wasserheizsystem) im südlichen Teil der Therme befanden. Außerdem gab es noch einen gewölbten Raum, der als Sauna genutzt wurde, bis er im fünften Jahrhundert n. Chr. zum Taufbecken umfunktioniert wurde. Das Taufbecken war in eine dreischiffige alt- christliche Basilika integriert, die auf der Nordseite der Thermen errichtet wurde und deren Boden mit Mosaiken ausgelegt war. Die Wände des Badekomplexes waren mit Marmor, Mosaiken und Einlegearbeiten aus Marmor dekoriert. Die Böden dagegen waren mit Mosaiken überzogen.

 

Die Thermen gehörten in der Antike zum Sportkomplex der Stadt, welcher auch die Sporthalle, das Stadium und die Palestra (ein öffentliches Trainingsgelände für Ringen und andere Sportarten im antiken Griechenland) umfasste. Das Stadion mit einer Länge von 190-200 Metern und einer Breite von 40-50 Metern dehnte sich zwischen der Heiligen Straße und der Küstenlinie bis zur Südseite der Thermen aus und gehörte zu den größten Stadion im antiken Griechenland. Die Anlage ist bewacht und es ist nicht gestattet die Wege zu verlassen oder sogar sich dort auf den Steinen zu setzen und auszuruhen. Es ist täglich, außer am Montag, geöffnet.

 

 

 

 

Zu jeder antiken Stadt gehörte ein Amphitheater. Etwas außerhalb von Pythagorion gibt es auch ein antikes Theater, wo heute leider das antike verschwunden ist.

 

 

Unterhalb des Berges Kastri, direkt an der Weggabelung, geht es auf der rechten Straßenseite eine Treppe hinauf zum antiken römischen Theater. Oben angekommen sind es nur wenige Meter, schon sehen sie das römische Theater, vor dem Hintergrund des Berges Kastri.

 

 

Leider ist von dem einstigen schönen Amphitheater aus dem 1. Jahrhundert vor Chr. wenig geblieben. Von den Sitzreihen und dem Bühnengebäude aus römischer Zeit blieben nur Spuren erhalten. Die Geländemulde wurde mit viel Holz und leider auch nacktem Beton wieder als Freiluftbühne hergestellt, in dem noch heute in den Sommermonaten nicht nur klassische griechische Theaterdramen aufgeführt werden. Die Bandbreite reicht von Klassik bis zu zeitgenössischer anspruchsvoller populärer Musik.

 

 

 

 

Polykrates erkannte die strategische Wichtigkeit dieses Hafens und die Notwendigkeit einer sicheren und ausreichenden Wasserzufuhr um sowohl die Stadt als auch die Schiffe mit Trinkwasser zu versorgen. Er beauftragte Eupalinos aus Megara, einer Stadt in der Nähe von Athen, mit dem Bau eines Tunnels um Wasser von den nördlichen Quellen am hinteren Nordabhang des Berges zum südlichen Abhang in die antike Stadt Samos zu leiten. Mit dem Bau des Tunnels konnte Polykrates den Zwischenhandel zwischen Ost und West ausnützen und die antike Stadt Samos (heute Pythagorion) wurde eine der reichsten Städte der Antike. Die gesamte Wasserleitung ist ein technisches Meisterwerk ersten Ranges.
Eupalinos entschloss sich für den schweren Bau des Tunnels durch den Berg Ampelos und begann gleichzeitig an beiden Seiten des Berges mit den Bauarbeiten.

 

 

Die antike Wasserleitung hat ihren Anfang jenseits des Stadtmauerberges an einer Quelle im Dorf Agiades (heute überbaut). Von dort führt sie unterirdisch bis zum Nordabhang des Berges. Sie durchquert in einem Tunnel den Bergrücken und verläuft weiter am Südabhang auf der Stadtseite bis zu einem Brunnenhaus, von dem nur mehr die Grundmauern erhalten sind. Die Wasserleitung wurde in den Jahren um 550 v. Chr. Für die heutige Ortschaft Pythagorion gebaut. Der Tunnel ist 1047m lang. Er hat einen durchschnittlichen Querschnitt von 1,80 m auf 1,80 m und verläuft mit geringen Abweichungen waagerecht.

 

 

Der Einstieg ist etwa nur 50cm breit. Der Tunnel ist eine  architektonische Meisterleistung des Eupalinos. Die ungeheure Leistung, die der Bau dieser Anlage bedeutet, lässt sich am einfachsten mit statistischen Zahlen würdigen: Für die Zuleitung mussten rund 1500 m³ gewachsener Fels ausgehoben werden. Für den Tunnel mit dem Kanal rund 5000 m³ und für die Stadtleitung nochmals 500 m³. Alle diese Arbeiten wurden mit Hammer und Meißel durchgeführt. Dieser Kanal hat am Nordeingang des Tunnels bereits eine Tiefe von knapp 4 m und erreicht am Südausgang über 8 m. Zu erklären ist diese enorme Tiefe damit, dass sich beim Bau der Leitung der Quellpegel verändert hat und der Kanal deshalb tiefer gelegt werden musste.

 

 

Die Bauzeit lässt sich nur mit Einschränkung ermitteln. Allein für die Durchtunnelung des Berges, bei der vor Ort nur jeweils zwei Hauer arbeiten konnten, müssen wenigstens acht Jahre angenommen werden, so dass für die gesamten Rohbauarbeiten wohl gut zehn Jahre anzusetzen sind. Das Wasser wurde in Tonröhren geleitet, von denen 4000 Stück auf der Drehscheibe hergestellt, gebrannt, transportiert und im Kanal sorgfältig verlegt werden mussten.

 

 

Insgesamt war die Leitung mehr als 1000 Jahre im Betrieb, bis sie im 7. Jahrhundert n. Chr. vernachlässigt wurde, bis schließlich kein Wasser mehr fließen konnte und auch die Eingänge, die letzten oberirdischen Hinweise auf die Leitung, verschüttet waren. Alles in allem ist der Tunnel des Eupalinos eine ingenieurtechnische Meisterleistung, die erst in der Neuzeit ihresgleichen gefunden hat.

 

 

Im Jahr 1882 wurde von den Einheimischen der erste Versuch unternommen die Leitung wieder freizulegen. Der Versuch wurde erfolglos abgebrochen. Erst in den Jahren 1971-1973 wurde vom Deutschen archäologischen Institut der Tunnel vollständig frei geräumt. und die Gesamtanlage konnte erforscht werden.
Der Tunnel ist zu Fuß von Pythagorion aus in etwa 30 Minuten zu erreichen. Der Tunnel ist beleuchtet, trotzdem leistet eine Taschenlampe gute Dienste. Auch rutschfeste Schuhe sind hilfreich.
 

 

 

 

"Kloster der Heiligen Jungfrau der Grotte"

 

 

Panagia, „Die Allheilige“, ist in der griechisch-orthodoxen Liturgie eine sehr häufige Bezeichnung der Jungfrau Maria.

 

 

Die Verehrung der Panagia ist in Griechenland weit verbreitet. Während bei Frauen der Name Maria sehr häufig ist, tragen viele Männer den sinngleichen Vornamen Panagiotis. Wie der Name bereits andeutet („Spilia“ bedeutet „Höhle oder Grotte“), liegt die kleine Kirche inmitten einer großen Höhle.

 

 

Die Höhlenkirche Panagia Spiliani, die wenige Kilometer von der Stadt entfernt in nordwestlicher Richtung zu finden ist, ist durchaus einen Besuch wert. Der Aufstieg ist etwas anstrengend. Aber die Straße ist sehr gut ausgebaut. Zur Erholung stehen am Fuß des Berges und oben im Kloster Bänke.

 

 

In 125 m Höhe bildet die kleine Kirche Panagía Spilianí, am Hang des Ambelos-Hügels, eine weithin sichtbare Landmarke 

 

 

Gegen Ende des 16. Jh. wurden hier mitten in der Grotte, die eigentlich nur ein Steinbruch aus der Antike ist, zwei Ikonen gefunden. Diese Ikonen sollen Wunder bewirkt haben. Üblicherweise werden in Griechenland an solch bedeutenden Orten Kirchen errichtet.

 

 

Vom Fuße des Klosters kann man schon das kleine Glockentürmchen erkennen. Über eine Treppe kommen sie in den Innenhof des Klosters.

 

 

 

Wenn sie oben angekommen sind, sehen sie auf der rechten Seite, neben dem Eingang den Kleinen Glockenturm.

 

 

Gegenüber vom Eingang steht ein Gebäude in dem sich die Aufenthaltsräume der Gläubigen befinden. Hier befindet sich ebenfalls eine Terrasse mit Bänken und Tischen, wo sie sich vom Aufstieg ausruhen können.

 

 

In den niedrigen Wohngebäuden am Hof haben nie Mönche gelebt, sondern meistens ein Priester mit seiner Familie.

 

Die kleine Kirche neben der Höhle

 

 

 

In Richtung Höhle befindet sich auf der rechten Seite eine bescheidene Doppelkirche. Rechts neben der Grotte wurde eine weitere Kirche erbaut, die dem Heiligen Georg (Aghios Georgios) gewidmet ist und linke dem Tempelgang Mariens. Dort hängt auch eine als wundertätig verehrte, mit Votivtäfelchen beschenkte Marienikone.

 

 

 

Die beiden Räume sind durch einen Durchgang miteinander verbunden. Es ist eine kleine Kapelle, die nicht immer geöffnet hat.

 

 

Die Höhlenkirche

 

Gegenüber vom Glockenturm befindet sich der Eingang zur Höhle.

 

Der neue Altar

 

Der alte Altar

 

Hinter dem Eingang steht auf der rechten Seite ein kleiner Altar. Er wurde erst vor einigen Jahren neu aufgestellt. Vorher gab es einen anderen Altar.

 

 

Rechts neben dem kleinen Altar, wo die Gläubigen und Besucher der Höhle Kerzen anzünden können.  Hier finden sie auch einen hölzernen Kasten, wo man eine Spende einwerfen kann.

 

 

Direkt neben den kleinen Altar führen Stufen in eine lang gestreckte Felsgrotte hinab. Gleich links sieht man schon in der Grotte den Platz, auf dem in der Nacht zum 22. November aus Anlass des Kirchweihfestes die Festsuppe Jortí in großen Kupferkesseln über offenem Holzfeuer gekocht wird.

 

In der Höhle ist es etwas kühl, schlecht beleuchtet und man sollte rutschfestes Schuhwerk tragen. Der Weg ist schwach beleuchtet.

 

 

Am Ende der Grotte befindet sich eine kleine  Kapelle der Mutter Gottes.

 

 

 

An der linken Höhlenwand tropft neben der Kapelle Wasser in ein Becken. Es gilt als heilig und wundertätig.

 

 

In der kleinen Kapelle befinden sich sehr schöne Ikonen- und Heiligenbilder.

 

 

Bitte beachten Sie, dass beim Besuch von Klöstern und Kirchen die Knie und Schultern bedeckt sein müssen. Direkt am Eingang am kleinen Kiosk gibt es Umhänge (kostenlos) auszuleihen!

 

 

Sie haben von oben einen überwältigenden Blick auf das Meer, den langen Strand und den Flughafen von Samos.

 

Katze im Kloster, die wohl einen super Ausblick hat.