Sri Mahabodhi

 

 

Die erste Hauptstadt der Insel, “Anuradhapura”, diente für 13 Jahrhunderte und 119 Könige als Residenz. Sie wurde etwa 400 v.Chr. gegründet. Die Stadt wurde viele Male zerstört und wieder aufgebaut bevor sie im Jahre 1017 endgültig ihre Hauptstadtfunktion verlor.

 

 

Im letzten Jahrhundert wurde damit begonnen die Stadt vom Urwald zu befreien und zu restaurieren. Unter dem Bodhibaum fand Siddharta Gautama mit 35 Jahren, nach 6 Jahren der Wanderung, an einem Vollmondtag im Mai einen Weg aus den Zwängen und Leiden des Lebens, den Wegweiser zu einer inneren Befreiung.

 

  

 

Als historisch belegt kann gelten, dass ein Zweig des ursprünglichen Baumes während Kaiser Ashokas Mission im Jahr 244 v. Chr.  aus Indien nach Sri Lanka gelangte. Der daraus gewachsene Baum, der Sri Mahabodhi in der damaligen Könighauptstadt Anuradhapura, ist auch heute noch ein wichtiger Pilgerort für Buddhisten.

 

 

Der berühmteste Erleuchtungsbaum steht in Anuradhapura im Maha-Vihara.

In Anuradhapura steht der Bodhibaum, der älteste historisch bekannte Baum der Welt. Es handelt sich um einen, Ficus geligiose, und zwar um einen unmittelbaren Ableger des ursprünglichen Bodhibaumes in Bodh-Gaya in Indien. Je ein direkter Ableger des Baumes in Anuradhapura steht in jedem buddhistischen Tempel auf Sri Lanka.

Ein Ableger des ursprünglichen Baumes wurde von der Tochter des indischen Kaisers Ashoka hierhin gebracht, nachdem ihr Bruder Mahinda die Lehre und den Kult um Buddha nach Sri Lanka gebracht hatte.

 

 

Wie bereits im berühmten Text der Mahavamsa (36/52) überliefert, steht er auf einem Podest, das ein goldenes Gitter umrahmt. Gitter schützen ihn vor unheiliger Berührung. An den vier Eingängen stehen Säulen mit dem Rad der Lehre, dem Symbol für Buddhas Lehre vom Weltgesetz.

 

    

 

Am Eingang zum Tempel befindet sich ein kleines Türmchen mit einer Digitaluhr. Man sollte bei der Planung eines Besuches im Tempel darauf achten, dass von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr der Tempel geschlossen ist. Bei so vielen Besuchern und Pilgern werden sehr viele Blumenopfergaben gespendet. Die Räume sind sehr klein und aus diesem Grund müssen die Opfergaben entfernt werden, damit wieder Platz ist für die nächsten Opfergaben.

 

 

Auf Sri Lanka heißt es: Solange dieser Baum grüne Blätter trägt, so lange blüht auch der Buddhismus auf unserer Insel.

 

 

Bodhibaum Fest

 

 

Es wird Sanghamitta gedacht, die einen Ableger des Bo-Baumes, unter dem Buddha die Erleuchtung hatte, nach Anuradhapura brachte. Dieser Baum gilt heute als der älteste historische Baum der Welt. Im November/Dezember findet eine Perahera in Bentota statt

 

 

 

 

 

Dalada Maligawa

(Tempel des heiligen Zahns)

 

 

Kandy ist eine Stadt im zentralen Gebirge von Sri Lanka. Der Name Kandy leitet sich von dem singhalesischen "Kanda uda pas rata" ab, "Königreich auf dem Berg". Ein älterer, noch heute im Volksmund benutzter Name ist "Maha Nuwara" (große Stadt). Die Briten eroberten 1815 die Stadt und verkürzten den Namen zu "Kandy". Kandy liegt in einer Höhe von knapp 500m. Das Klima ist mit durchschnittlich 24 °C deutlich kühler als im Flachland.

 

koenig Sri Vikrama Rajaninha

 

Sri Vikrama Rajasinha (1780-1832), der letzte König von Kandy war tamilischedr (südindischer) Herkunft. Sein Herrscherhaus gehörte allerdings seit Beginn des 18. Jahrhunderts dem Buddhismus an.

 

 

Der künstliche See (Kandy Lake), im Zentrum ist 1812 vom letzten singhalesischen König, Sri Vikrama Rajasinha, angelegt worden. Heute ist Kandy eine moderne Stadt, in der der buddhistische Glaube lebendig geblieben ist. Die Heilige Stadt Kandy gehört seit 1988 mit ihrem Tempelbezirk zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 

In der Nähe von Kandy, inmitten grüner Hügel, eingefasst vom Urwaldfluss Mahaweli Ganga, dem "Großen Sandfluss", der mal träge und schlammig zwischen Palmenufern dahinfließt und dann wieder reißend durch Felsen und Steininseln bricht.

 

 

Die Geschichte des Zahnes

 

 

Nach Buddhas Einäscherung erhielt der Legende nach Khema, eine der Nonnen in seiner Anhängerschaft, den Zahn. Diese gab ihn wiederum an Brahmadatte, den König von Dantapuri, weiter. Nach etwa 8 Jahrhunderten soll er in den Besitz von Guhaseeva, der von 303 bis 331 König von Kalinga war, gelangt sein. Benachbarte Herrscher bedrohten Guhaseeva. Sie waren Anhänger von Shiva und wollten den Zahn zerstören. Deshalb gab der König den Zahn weiter an Prinz Dantha, seinen Schwiegersohn.

 

 

Dantha und die Tochter von Guseeva, Prinzessin Hemamala, flohen nach Sri Lanka. Beide reisten dabei incognito als Pilger, um nicht aufzufallen. Hemamala versteckte den Zahn in ihrer Haarspange. In Sri Lanka wurden die beiden freundlich empfangen. Von da an wurde der Zahn vom dortigen König beschützt. Seit dem Jahr 371 wird der Zahn in Sri Lanka wie ein Schatz gehütet. Der Zahn wurde schließlich ab 1592 in Kandy aufbewahrt. Zwei Mönchsorden, die Asgiraya und die Malwatte, sind seitdem für die Organisation von Reliquienverehrung und Prozessionen verantwortlich.

 

 

Der Zahntempel

 

 

Der wohl berühmteste buddhistische Ort Sri Lankas ist der Tempel des Zahns, (Sri Dalada Maligawa) in Kandy. Wer nicht angemessen gekleidet ist, erhält einen Sarong; die Schuhe müssen vor dem Eingang abgegeben werden. 1998 verübten Selbstmordattentäter einen Bombenanschlag auf das Heiligtum, bei dem insgesamt 16 Menschen starben. Seither gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen.

 

 

Bibliothek

 

 

 

Der Zahntempel wurde in mehreren Abschnitten zwischen 1687 und 1782 erbaut. Von außen sticht der achteckige Turm hervor; in ihm ist derzeit eine Bibliothek untergebracht. Hier befindet sich das älteste buddistische  Palmblattmanuskript, Es soll 1600 Jahre alt sein, Sri Lankas.

 

 

Die Reliquie

 

 

Die dritte Etage beherbergt den Goldenen Schrein, vor dem sich Pilger sammeln, die den heiligen Zahn verehren. In der Mitte des Schreins befindet sich der Zugang zu einer Kammer, in der die Reliquie unter sieben goldenen Dagobas aufbewahrt wird.

 

 

Der Schrein wird täglich dreimal für jeweils eine Stunde geöffnet: am Morgen, am Vormittag und am Abend. Zudem wird der Zahn einmal pro Woche gereinigt.

 

 

Der Legende nach soll in dem Tempel ein oberer linker Eckzahn des Buddha aufbewahrt werden. Der Zahn Buddhas bleibt für Normalsterbliche unsichtbar, verborgen unter insgesamt sieben juwelengeschmückten Schatullen, die die Form einer Dagoba haben.

 

 

Die Bilder-Halle

 

 

Man sollte unbedingt genügend Zeit einplanen, wenn man an Kultur und Religion interessiert ist. Allein schon in der Halle mit den Gemälden, die die Stationen des Lebens von Prinz Siddharta Gautama, der später zum Buddha wurde, und den Weg der Zahnreliquie in den Tempel zeigen

 

    

 

Sehenswert sind die 21 Gemälde, welche die Geschichte Buddhas und des heiligen Zahns erzählen.

 

 

Man braucht eine ganze Weile, um die Pracht auf sich wirken zu lassen.

Die Heilige Stadt Kandy gehört seit 1988 mit ihrem Tempelbezirk zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

 

 

Esala Perahera

(Das Tempelfest)

 

 

Einmal im Jahr wird dem heiligen Zahn eine prächtige Prozession gewidmet. Während der 10 Nächte vor dem ersten Vollmond (Nikini Poya) im August findet die Esala Perahera statt. Erstmals wurde sie im 4. Jahrhundert nach der Ankunft des Zahns in Sri Lanka durchgeführt. Bei der gesamten Esala Perahera werden bis zu 100 bunt geschmückte Elefanten eingesetzt. Auf ihnen befinden sich oft Kästen und Schatullen, die heilige Gegenstände wie den heiligen Zahn enthalten. Nachdem jedoch Anfang 1998 eine Bombenexplosion Teile des Gebäudes zerstört hatte, war der Tempel monatelang gesperrt.

 

    

 

Zahntempel am Abend

 

 

 

 

 

 

Etwa 148 Kilometer nordöstlich von Colombo und 72 km nördlich von Kandy, befindet sich die Ortschaft Dambulla. Bereits im dritten Jahrhundert vor Christus wurde dieses Gebiet Sri Lankas besiedelt. In den schwarzen Granitfelsen von Dambulla befinden sich zahlreiche Höhlen unterschiedlicher Größe, in denen Tempel errichtet wurden und deren Wände man im ersten vorchristlichen Jahrhundert bemalt hat.

 

Stupa

 

„Die Stupa“ ist ein Denkmal, ein Symbol für den Buddha und den Dharma. Ein Stupa ist ursprünglich ein Grabhügel für die Bestattung von Königen in Indien. Seit dem frühen Buddhismus werden in einem Stupa Reliquien des Buddha und später von herausragenden Mönchen (Arhat) aufbewahrt. Die Stupa wird von Buddhisten rituell im Uhrzeigersinn umkreist.

 

Eingang Goldener Tempel von Dambulla

 

Weg nach oben

 

Der Eingangsbereich wurde in den 1990er-Jahren neu gestaltet. Ein Gebäude mit Museum und eine riesige Buddha-Statue weisen nun den Weg. Rechts davon befindet sich eine Reihe von Mönch-Statuen. Um zu den Höhlentempeln zu gelangen, muss man vom Fuße des großen goldenen Buddhas aus ca. 600 Stufen erklimmen, die den rund 150 Meter hohen Felsen hinauf führen. Begleitet von Hunden, Gurus, Kindern, Möchtegern-Fremdenführen, Affen, ... - führt der Weg zu diesem Heiligtum.

Links neben der Buddhastatue führt noch ein gut gehbarer Weg Über den nackten Fels mit wenigen eingehauenen Stufen zu den Höhlentempeln.
Die Tempelanlagen sind unter dem Namen "Goldener Tempel von Dambulla" seit 1991 Weltkulturerbe der UNESCO.

 

 

1938 wurden vor den Eingängen zu den Höhlen liebevoll gestaltete Vorbauten errichtet - strahlend weiß gestrichen und mit vielen Bögen, Säulen, Schnörkeln usw. Zuvor schützten nur Wasserrinnen im Felsen die wertvollen Statuen und Wandmalereien vor Wassereintritt.

 

 

Insgesamt gibt es in dieser Gegend etwa 80 Höhlentempel, fünf davon sind sehr groß und können besichtigt werden. Die Gesamtfläche der auf die Höhlen verteilten Anlage beträgt 2.100 m2. Es handelt sich um den größten Tempelkomplex des Landes. Insgesamt gibt es 153 Buddha-Statuen, drei Statuen von Königen und vier Statuen von Göttern. Letztere sind zwei Hindu-Götter (Vishnu und Ganesh), die im 12. Jahrhundert entstanden. Die Malereien beschreiben das Leben Buddhas, unter anderem Buddhas Versuchung durch den Dämon Mara sowie Buddhas erste Predigt.

 

in der zweiten höhle

 

Jeweils im 11., 12. und 18. Jahrhundert wurden diese Malereien erneuert. Als Anuradhapura, die frühere Hauptstadt Sri Lankas, von den Indern besetzt wurde, lebte König Valagamba 14 Jahre lang im Exil in den Höhlen von Dambulla.

 

 

Die fünf Höhlen

von Dambulla

 

 

Erste Höhle - Deveraja-lena

(Götterkönigshöhle)

 

Unser Beleiter verehrt Buddha

 

Der größte Buddha, eine 14 Meter lange Statue aus Granit, ruht in der ersten der fünf Höhlen. Durch die verschobene Fußstellung und ebenfalls leicht verschobene Hand wird der Übergang ins Nirvana symbolisiert. Neben ihm wacht sein Lieblingsschüler, Ananda.

 

 

Zweite Höhle - Maharaja-lena

(Höhle der großen Könige)

 

 

 

Am eindrucksvollsten und größten ist die zweite Höhle. Entlang der Wände sind Dutzende von Buddha-Statuen aus verschiedenen Epochen aufgereiht.

Von Ost nach West misst die größte Höhle etwa 52 Meter und vom Eingang bis zur hinteren Wand rund 23 Meter.

 

 

Am höchsten Punkt ist diese Höhle sieben Meter hoch.

Die prächtigen Wand- und Deckenmalereien geben das Leben Buddhas wieder. Leider sind sie an manchen Stellen von Wasser, das durch die Felsen sickert, arg in Mitleidenschaft gezogen.

 

 

Dritte Höhle - Maha Alut Viharaya

(Großer neuer Tempel)

 

 

Die dritte Höhle wurde von einem der letzten Kandy-Könige, Zirti Sri Raja Singha (1747 - 1780) begonnen, dessen Statue rechts in der Höhle steht. Die Höhle wurde vorher als Vorratsraum genutzt.

 

 

Vierte Höhle - Pachima-Viharaya

(Westliche Höhle)

 

Stupa

 

Die kleinere vierte Höhle wird von einer sitzenden Buddha-Statue und einer kleinen Stupa, die vor nicht allzu langer Zeit von Grabräubern geöffnet wurde, ausgefüllt. Man hat fälschlich gemutmaßt, sie enthalte als Reliquie die Juwelen der Königin Somawathie, der Frau König Vattagamanis (1. Jahrhundert v. Chr.)

 

Höhle mit Stupa

 

Eine US-Amerikanerin hat sich für ein Foto auf die Buddha-Statue gesetzt und diese "beschädigt”, erklärt unser Begleiter. Da die Statue durch diese Dummheit entweiht war, musste sie aufwendig hergestellt werden und wurde mit Milch gereinigt. Als Folge gilt die Frau in allen buddhistischen Ländern nunmehr als unerwünscht und wird sich noch ein paar Jahre gedulden müssen, um wieder ein Visum in eines dieser Länder zu bekommen. Die Statue selbst ist mittlerweile restauriert und befindet sich nun hinter einer Absperrung.

 

 

 

 

Fünfte Höhle - Devana Alut Aiharaya

(Zweiter neuer Tempel)

 

Liegender Buddha

 

Die fünfte Höhle ist neueren Datums und diente früher als Lagerraum. Neben dem liegenden Buddha fallen zahlreiche Figuren hinduistischer Gottheiten auf.

 

 

 

Tempelvorplatz und Tempelterrasse

 

Eingang zum Höhlentempel

 

Achtung:

Wie bei allen Besuchen in einem Tempel, müssen am Eingang die Schuhe abgegeben werden. Der Besuch kann etwas schmerzhaft sein, wenn man keine Socken dabei hat. Die Steine werden gegen Mittag, was wir selber erleben mussten, sehr heiß.

 

Blick vom Höhlentempel

 

Von der Tempelterrasse hat man nicht nur einen atemberaubenden Blick über den Dschungel, bis zum markant im Nordosten aufragenden Sigiriya-Felsen (Löwenfelsen). Von Dambulla bis nach Sigiriya sind es etwa 20 km.

 

 

Dambulla kann man ganz gut kombinieren als Ausflug z.B. von Kandy mit einem Besuch von Sigiriya und anschließender Übernachtung in Polonaruwa oder Anuradhapura.

 

 

 

 

 

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Sigiriya ist ein rotbrauner Felsen, der weithin sichtbar aus dem Dschungel der Inselmitte ragt.  Es ist ein 200 Meter hoher Monolith Felsen und bis hoch auf den Gipfel sind es stolze 1.860 Stufen.

 

Wolkenmädchen

 

Wolkenmädchen

 

Sein Name steht für ein Symbol ceylonesischer Hochkultur: die Wolkenmädchen von Sigiriya - ein farbiges Fresko aus dem 5. Jh. n. Chr., welches sich auf halben Wege zum Gipfel in einer Nische des Felsens von Sigiriya befindet. Deren Bedeutung ist bis heute ungeklärt.

 

 

Diesen Felsen krönte vor rund 1500 Jahren die Burg des Königs Kassapa, welcher von dort 18 Jahre herrschte, und die weltweit größten steinernen Löwen bauen ließ. Von diesen Löwen sind heute leider nur mehr die Tatzen erhalten, welche gut auf die ursprüngliche Größe dieser steinernen Tiere schließen lassen.

 


 

 

Sonnenuntergang auf Sri Lanka